Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade…
Das Orgelkonzert am 14.09. in der Feldkirche bot einen krönenden Abschluss zum „Tag des offenen Denkmals“.

Thema des Abends waren Werke rund um das Lied „Allein Gott in der Höh sei Ehr“.
Wer denkt, das ist doch nur ein Kirchenlied, das jeder kennt, wurde eines Besseren belehrt. Wer macht sich schon Gedanken darüber, dass es unzählige unterschiedliche Stimmungen gibt, in denen man Gott ehren und danken kann. Ganz euphorisch, weil man etwas Wichtiges geschafft hat, zufrieden, weil das Leben gut läuft, geschockt und dankbar, weil man etwas überlebt hat oder eine Krise überwunden hat und noch so vieles mehr.
Diese Stimmungen intonierte der Kantor Ingo Hoesch aus Meerbusch-Büderich auf der Orgel von Klais perfekt.

Orgelkonzert in der Feldkirche/ Foto: Elke Döbbeler

Er spielte Werke von Dietrich Buxtehude (1637-1707), Jan Pieterszoon Sweelink (1562-1610 und Johann Sebastian Bach (1685-1750). Die Reihenfolge kombinierte er sehr geschickt. Nach einleitenden Werken schickte das „Te Deum laudamus“ BuxWV 218 den Zuhörer in pure Dramatik. Fast albtraumartig entführte das letzte „Tu devicto“ in geistige Bilder von Gefahr und Not. Die Erlösung folgte mit einzelnen Chorälen von Johann Sebastian Bach „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ mit luftig, tänzerischen Tönen, fast geschwätzig kam die eine Stimme daher, die nicht aufhören konnte zu erzählen, was sie erlebt hat, immer wieder überlagert von einer hohen Stimme, die dankt und ehrt. Der nächste Choral kam stark, kraftvoll, bestimmt und gewaltig daher, gefolgt von einer leisen, einschmeichelnden Variation, die aber auf ihre sanfte Art nicht weniger bestimmend war.

Alex Besuden bei der Lesung / Foto: Elke Döbbeler


Es folgte ein Abstecher in die Geschichte der Feldkirche und eine Lesung aus der Bergpredikt von Herrn Axel Besuden.


Und nun zeigte der Kantor Ingo Hoesch mit Werken von Johannes Sebastian Bach, dass die Ehrerbietung Gottes auch friedlich, zufrieden, nachdenklich und in sich ruhend erfolgen kann.
Der Abschluss des Orgelkonzertes war das Präludium ex D von Dietrich Buxtehude.


Das nächste Konzert in der Feldkirche findet am 12. Oktober 18 Uhr statt. Auf dem Programm steht „Diner for two“. Dies wird aber umgewandelt in ein Diner für three – da zusätzlich zu den zwei Truhenorgeln auch die Hauptorgel besetzt sein wird. Gespielt werden Werke von J.S. Bach und H.D. Meyer.


Kantor Ingo Hoesch (Foto unten):
Der Kantor Ingo Hoesch wurde 1972 in Ravensburg geboren und fing mit sieben Jahren das Klavierspielen an. Die Orgel folgte, als er dreizehn war. Er studierte in Düsseldorf Kirchenmusik (Literatur, Improvisation und Chorleitung) und setze dies mit privaten Studien bei bedeutenden Organisten fort. Seit 2011 konzertiert Hoesch an historischen Orgeln, seit 2012 ist er Kantor in Meerbusch-Brüderich.

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